Sailing Avalon
mitsegeln. erleben. lernen.

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Seit 2020 habe ich mehr als 12.000 Seemeilen auf eigenem Kiel (Segelyacht Avalon) zurück gelegt. Dabei habe ich größtenteils Gäste mit an Bord genommen und konnte viel über Menschen und viel über meine Yacht lernen. Eines vorweg: Es war nicht nur viel Geld, sondern vor allem. viel Schweiß, der über die Zeit ins Boot geflossen ist. In den Kategorien Erste Schritte, Reisen, Technik und Manöver möchte ich euch von meiner Erfahrung erzählen.


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2022-09-10

Wie ich zum Segeln gekommen bin…

Mein Onkel ist eine ziemlich coole Socke. Immer auf Achse und er studierte Sport und Musik. Über den Unisport hatte er den SBF Binnen gemacht und konnte sich darüber nun auch immer wieder eine Segeljolle ausleihen. Als ich etwa 12 Jahre alt war nahm er mich mal mit seiner aktuellen Freundin mit auf die Havel.

Es war Sommeranfang und noch etwas kühler. Der Wind wehte frisch und wir hatten den See fast für uns alleine. Zunächst segelten wir auf dem Templiner See und fuhren dann auch unter der Eisenbahnbrücke hindurch in Richtung Caputh (zweiter Teil vom Templiner See). Wir zogen so unsere Bahnen und merken gar nicht so recht, wie sich das Wetter änderte. Mit einem Mal fing es fürchterlich an zu Regnen und es donnerte immer wieder bedrohlich. Ich wurde unter dem Großsegel begraben, mein Onkel nahm das Paddel in die Hand und klemmte sich die Pinne unter seine Beine. Seine Freundin ergriff das zweite Paddel und beide versuchten uns so schnell wie möglich sicher an Land zu bringen. Was würde nur meine Mutter sagen, wenn er nun beim ersten Segelten mit mir absäuft?
Vor dem Forsthaus Templin befand sich ein Anleger, zu dem wir uns “retteten”. Der Schauer dauerte nicht lange. Also konnten wir sicher zurück zum Unisportgelände segeln. Dabei standen die Lenzklappen offen, um die ca. 10cm Regenwasser auf dem Boot zu lenzen. Ich saß dabei wieder auf dem Freibord und konnte trocknen, während uns die Sonne ins Gesicht schien.

Wie schnell sich doch das Wetter ändern kann. Trotz Regen, Gewitter, Starkwind und eindrucksvoller Naturgeschehen war ich vom Segeln stark begeistert. Auch die Möglichkeit nur mit Hilfe der Natur sich vorwärts zu bewegen war beeindruckend.

Als kleines Kind drehte ich mehrmals in der Wohnung gerne den Kinderzimmertisch um und knotete ein Seil an das Tischbein. Ich schob den Tisch über das Laminat und warf begeistert eine Leine zum Bettpfosten. Dabei stellte mir vor, von Hoher See kommend, in den Hafen einzulaufen.  Das Ab- und Anlegen mit der kleinen Jolle hatte mich ganz besonders fasziniert.

Damit legte mein Onkel augenscheinlich den Grundstein meiner Segelkarriere.

Admin - 16:50:07 @ Erste Schritte | Kommentar hinzufügen

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